„Alles Große in der Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“
Mit diesem Satz erkannte der Sozialpädagoge Hermann Gmeiner, dass sich unser Zusammenleben nicht allein auf die Weisungen und Impulse unter der staatlichen Obhut stützen kann, sondern dass das individuelle Engagement einen unschätzbaren Wert in unserem Alltag hat. Ehrenamt bewegt unsere Gesellschaft. Mit Mut, Entschlusskraft und Ideen können Menschen aller Altersklassen den Keim für mehr Solidarität und Gedankenaustausch legen. Besonders wichtig ist dabei, das Interesse bei Jugendlichen für genau dieses Eintreten für andere zu schaffen.
Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten sich einzubringen und sich für die Gemeinschaft zu engagieren. Da sind zum einen die sportlichen Vereine zu nennen, die in den Bereichen von Fußball, Handball, Volleyball, Schwimmen, Leichtathletik und vielen mehr im Weimarer Land aktiv tätig sind und an Sport interessierten Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit bieten, sich in Training und Wettkampf zu beweisen und Gemeinschaft zu erleben. Ebenso kann man sich in der örtlichen Feuerwehr engagieren, die weit über das Löschen von Bränden hinaus in vielen Gemeinden als treuer Helfer, z.B. bei Sportveranstaltungen oder Dorffesten, nicht mehr weg zu denken ist.
Eine weitere Plattform des Mitwirkens bilden die evangelischen, katholischen und freien Kirchgemeinden, in denen sich jeder mit seiner Kreativität einbringen kann. Bei Workshops in der Kinder- und Konfirmandenarbeit können Jugendliche gemeinsam Zeit verbringen, oder beispielsweise selbst den Gottesdienst bzw. die Messe mitgestalten. Auch der soziale Bereich gibt die Möglichkeit zum Engagement. Nicht nur im Alten- und Pflegeheim, sondern auch in Kindereinrichtungen und Krankenhäusern können Jugendliche helfen und für sich selbst Berufsorientierungspunkte setzen.
Politische Jugendorganisationen bieten ein breites Spektrum des ehrenamtlichen Engagements. Jugendliche können dabei ihre Ideen umsetzen und ihre Interessen gezielt vertreten. Die Jugendorganisationen der demokratischen Parteien bieten eine gute Möglichkeit der Mitsprache in unserer Gesellschaft. Sie ermöglichen es, einen Einblick in die Arbeit der Politik zu erhalten, aber auch selbst Politik zu üben und mit Gleichgesinnten zu diskutieren. Zum einen können Veranstaltungen organisiert werden, mit denen man Jugendliche unkompliziert über Politik informiert. Zum anderen kann man auch direkt für die kommunalen Parlamente, wie Gemeinde- und Stadträte, oder sogar den Kreistag, kandidieren und dort aktiv werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Zahl der jungen Leute, die sich aktiv auf den verschiedenen demokratischen Ebenen in Politik einmischen, in letzter Zeit rückläufig ist, wollen wir ein Zeichen für die Demokratie mit der von uns initiierten Kampagne „Demokratie lebt vom Mitmachen!“ setzen. Viele beschweren sich nur oder gleiten in politische Extreme ab, aber wir haben die Chance in der freiheitlichen Demokratie unsere Interessen sachlich zu vertreten. Es geht schließlich um die Zukunft unserer Generation.
Demokratie im kleinen kann man auch an den Schulen praktizieren. Als Klassen- oder Schülersprecher kann sich jeder Jugendliche üben - im Sinne der Mehrheit zu Handeln und die Interessen der Mitschüler bestmöglich zu vertreten.
Eine gut funktionierende Demokratie braucht das Engagement der Menschen und ganz besonders der Jugendlichen, denn nur so ist unsere Gesellschaft fähig ihre Zukunft verantwortungsvoll und weitsichtig zu gestalten. „Veränderung gibt es nur durch Handeln.“ (XIV. Dalai Lama). Also misch Dich ein und mach mit!
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